Taucher ABC

A

ABC – Ausrüstung:

ABC-Ausrüstung besteht aus Maske, Schnorchel, Flossen

Ärztliches Attest:

Ein ärztliches Attest bescheinigt einem Taucher, dass er die körperlichen Anforderungen für das ABC- und Gerätetauchen erfüllt. Dafür muss man bei einem Sportarzt spezielle Untersuchungen durchführen lassen.

Austarieren

Dies ist das Kriterium, welches einen guten Taucher auszeichnet. Austariert sein bedeutet, einen Schwebezustand unter Wasser einzunehmen. Hier steigt man weder auf, noch sinkt man ab. Dadurch wirbelt der Taucher kein Sediment auf, noch zerstört er die Unterwasserwelt.




B

Barotrauma

Ein Barotrauma ist eine Verletzung des Gewebes. Hervorgerufen wird diese durch eine unzureichende Belüftung luftgefüllter Hohlräume im Körper bei Änderung des Umgebungsdrucks (durch Tiefenwechsel). Dadurch entsteht folglich ein Druckunterschied. Das Gewebe kann sich bei geringeren Änderungen etwas dehnen und anpassen. Bei größeren und länger anhaltenden Über- oder Unterdrücken es kommt zu Blutungen.

Bends

engl.: to bend = beugen - Merkmal der Caissonkrankheit (Typ 1). Durch die Schmerzen kommt es zu einer Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit. Im Extremfällen werden die Gelenke in einer Schonhaltung gehalten. So entsteht die gebeugte Haltung.




C

Caissonkrankheit

siehe auch Dekompressionskrankheit




D

Dekompressionskrankheit

Durch den erhöhten Druck unter Wasser nimmt der Körper den in der Atemluft enthaltenen Stickstoff auf. Beim Auftauchen (d.h. eine Druckabnahme des Umgebungsdruckes) vergrößert dieses Gas sein Volumen. Normalerweise ist dieser Prozess risikolos, da der Stickstoff über die Atemluft wieder abgeatmet wird. Ist jedoch zu viel dieses Gases in dem Blut oder perlt der Stickstoff zu schnell aus, setzt es sich im den Gefäßen fest und verstopft diese. Folgen sind z.B. Querschnittslähmung, Halbseitenlähmung.

Dekotauchgänge

Dekompressionstauchgänge sind Tauchgänge, bei denen man über die Nullzeitgrenze hinwegtaucht und Austauchpausen einhalten muss. Durch den längeren Aufenthalt in größerer Tiefe nimmt der Körper vermehrt Stickstoff auf, der in bestimmten Tiefengrenzen abgeatmet werden muss. Hierzu gibt es spezielle Tabellen, die dem Taucher Auskunft über die Verweiltiefe und -dauer geben.

Druckausgleich

Durch den Druckausgleich wird das Mittelohr über die Eustachische Röhre (Ohrtube) belüftet. Dadurch beugt man einem Barotrauma des Mittelohres vor.




E

Ersatzteilbox

Um Tauchgänge nicht durch plötzliche Ausfälle der Ausrüstung abbrechen zu müssen, sollte ein Taucher immer Ersatzteile mitführen. Der Inhalt einer Ersatzteilbox hängt natürlich von dem jeweiligen Tauchgang und der Entfernung zur nächsten Tauchbasis ab. Es sollte aber zumindest ein Masken -, Flossenband, O-Ringe, Silikonfett, Messer, Zange, diverse Imbusschlüssel, Schraubenzieher, Kugelschreiber, Neoprenkleber, etc. enthalten.




F

Farben unter Wasser

Die Wasseroberfläche reflektiert ein Teil der Lichtstrahlen, ein Teil wird durch die Schwebeteilchen im Wasser gestreut, ein Teil wird im Wasser absorbiert. Beim tauchen merkt man dies daran, dass mit zunehmender Tiefe die Farben abnehmen. Je nach ihrer Wellenlänge verschwinden die Farben; zuerst rot, dann orange, gelb, grün und  zuletzt blau. Deshalb ist es für tiefere Tauchgänge sehr empfehlenswert eine Tauchlampe mitzuführen. Dadurch kommt die Farbwelt wieder richtig zum Vorschein.




G

Gesundheit

Ein Grundsatz des Tauchen ist es, nur dann zu tauchen, wenn man sich fit fühlt. Es ist dringend davon abzuraten, mit einer Erkältung zu tauchen, da hier zum Beispiel durch eine Anschwellung der Schleimhäute kein Druckausgleich durchgeführt werden kann. Auch vor der Einnahme von Medikamenten ist abzuraten, da diese während des Tauchgangs ihre Wirkung verlieren können. Auch hier ist z.B. kein Druckausgleich mehr möglich. Alle Taucher müssen sich zudem auf ihre Tauchtauglichkeit hin untersuchen lassen. Dies geschieht in der Regel bei einem Sportmediziner (siehe auch ärztliches Attest).




H

Handsignale

Um sich unter Wasser mit seinem Tauchpartner verständigen zu können, gibt es einheitliche Handsignale. Es ist vergleichbar mit Taubstummen-Sprache, da man bekanntlich unter Wasser nicht sprechen kann.




J

Jacket

Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Geräteausrüstung. Sie dient dem Taucher zum Tarieren. Es ist eine Jacke mit einer integrierten Luftblase. Über eine Ventil kann man sowohl Luft in das Jacket hinein - als auch aus ihm herauslassen. Dadurch kann man das Auftriebsvolumen regulieren.




K

Kompass

Ein Kompass dient wie auch über Wasser zur Navigation. Mit seiner Hilfe ist es möglich einen vorher festgelegten Kurs abzutauchen. Besonders hilfreich ist Kompasstauchen bei widrigen Sichtverhältnissen; wenn man sich folglich nicht anhand natürlicher Hilfsmittel orientieren kann (wie in den meisten deutschen Seen).




L

Logbuch

Jeder Taucher trägt seine Tauchgänge in ein sogenanntes Logbuch ein. Hieraus lassen sich später die wichtigsten Daten wie Datum, Tiefe, Dauer, Oberflächenpause, Wiederholungsgruppe ablesen.




M

Maske

Die Maske ermöglicht dem Taucher unter Wasser einen klaren Blick. Denn ohne Maske nehmen wir nur ein stark verschwommenes Bild der Umgebung wahr. Allerdings erscheinen uns Gegenstände unter Wasser größer und näher als sie in Wirklichkeit sind. Das liegt an den Brechungsindex der optischen Medien.




N

Nullzeit

Die Nullzeit ist die Zeit, in der man ohne Dekopausen austauchen kann. Aber dennoch gilt die maximale Aufstiegsgeschwindigkeit.




O

Octupus

Ein Octupus ist eine zweite Stufe, die der Taucher benutzen kann, wenn sein Hauptautomat ausfällt.




R

Reststickstoff

Dies ist der Stickstoffanteil, der nach dem Austauchen noch im Körper übrig ist. Es kann mehrere Stunden dauern, bis man komplett entsättigt ist - bis der normale Stickstoffspiegel wieder hergestellt ist. Deshalb muss man Wiederholungstauchgänge immer nach Tauchtabellen planen, auch wenn sie Nullzeittauchgänge sind.




S

Salzwasser

Durch den Dichteunterschied zum Süßwasser muss man seine Bleimenge, die man im Süßwasser bestimmt hat, erhöhen. Die im Salzwasser bestimmte Bleimenge muss man zum Tauchen im Süßwasser folglich vermindern.

Schall

Durch die erhöhte Leitfähigkeit des Wassers lässt sich beim Tauchen die Schallquelle nicht lokalisieren. Deshalb sollte man bei Bootsgeräuschen nie oder wenn nur mit Vorsicht auftauchen.




T

Tarierung

siehe auch Austarieren

Tauchanzüge

Man unterscheidet Tauchanzüge in Nass- und Trockentauchanzüge. Bei Nasstauchanzügen erfolgt die Isolierung zum einen durch das Material (also das Neopren), aber auch durch die zwischen Anzug und Haut eingeschlossene Wasserschicht. Diese wird durch den Körper erwärmt und ein Temperaturverlust wird durch das Neopren weitestgehend unterbunden. Bei Halbtrockenanzügen wird eine Wasserzirkulation darüber hinaus ausgeschlossen. Hier sind an Hand- und Fußgelenken Manschetten angebracht, die einen Wasseraustausch des erwärmten Wassers verhindern. Bei Trockentauchanzüge gelangt kein Wasser an den Taucher. Die sich im Anzug befindende Luft dient der Isolation, da Luft Wärme schlechter leitet als Wasser. Zusätzlich muss man bei Trockentauchanzügen spezielle Unterziehkleidung anziehen.

Tauchcomputer

Zum Errechnen der Dekozeiten und -Stufen dienen Tauchcomputer. Dennoch sollte man bei der Verwendung eines Tauchcomputers immer seine Tauchtabellen und Taucheruhr mitführen. Denn bei einem Ausfall der Technik muss man in der Lage sein, die Berechnungen des Computers selbst vornehmen zu können.

Tauchflagge

Vor allem beim Tauchen im Meer sollte man zur Kennzeichnung eines Tauchgebietes eine Tauchflagge mitführen. Dies zeigt den Bootsführern, dass sie in einem bestimmten Radius um die Flagge mit besonderer Vorsicht fahren müssen.

Tauchtabelle

Mit ihrer Hilfe plant man seinen Tauchgang. sie gibt Auskunft über Null- und Dekozeiten, Dekotiefen, Reststickstoff.



U

Überhitzung

Vor allem beim Tragen von Tauchanzügen an  Land kann es bereits nach kurzer Zeit zur Überhitzung kommen. Unterstützt wird dies durch hohe Lufttemperatur und Sonnenstrahlung.

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